Wir schreiben Sonntag, den 28. Januar 2018. Der Tag beginnt um 07:30 Uhr mit einem soliden Frühstück. Mit leichter Verspätung sind wir dann um 08:20 losgefahren um bereits nach wenigen Minuten unser erstes Zwischenziel zu erreichen, einen Recyclinghof.

 

Es handelt sich hierbei um ein zentral in Kigali gelegenes Gelände, das von lokalen Handwerken betrieben wird. Hier wird weggeworfenes Holz, Metall und Plastik verwendet, um daraus neue Produkte zu fertigen, die wieder verkauft werden können. Dazu zählen unter anderem Küchenutensilien, Särge oder Wasserspender. Das Projekt wurde ursprünglich von Rheinland-Pfalz vorgestellt und später von ruandischen Kräften übernommen und professionalisiert. Das Konzept funktioniert sehr gut, eine große Menge von eigentlich entsorgten Produkten können erfolgreich in neuwertige Ware umgewandelt werden. Jedoch fiel uns bei der Besichtigung auf, dass der Arbeitsschutz in dieser Einrichtung stark zu wünschen übrig lässt.

 

Nach diesem kurzen Einblick ging die Fahrt weiter in Richtung Osten. In Begleitung einiger Schüler aus Nyagahanga sollte ein Besuch im Akagera National Park mitsamt einer Übernachtung im Zelt erfolgen. Nach etwa drei Stunden Fahrt, die mit mehreren Schülerreferaten gefüllt wurden, kamen wir gegen 14:30 Uhr am Eingang des Parks an. Im Anschluss an eine kurze Einweisung über die Verhaltensregeln innerhalb des Geländes und der Ankunft der Schüler und Lehrer aus der Partnerschule begaben wir uns zum Zeltplatz, der eine wunderbare Aussicht auf den größten See des Nationalparks, Lake Ihema, bot. Dort begannen wir uns auf die bevorstehende Nacht vorzubereiten. Es wurden Zelte aufgebaut, Grillfeuer entzündet und Schlafsäcke ausgerollt.

 

Der Abend war für alle eine gute Gelegenheit, sich in einer zwanglosen, entspannten Atmosphäre mit den ruandischen Gastgebern zu unterhalten. Wir saßen am Lagerfeuer, aßen Grillspieße und tauschten uns über die jeweiligen Kulturen aus. Wir brachten uns gegenseitig neue Tänze und Lieder bei, und der Abend endete schließlich in einer sehr ausgelassenen Stimmung.

 

Dieses Erlebnis war eindeutig der Höhepunkt in unserer Begegnung mit den Partnerschülern. Wir hatten großen Spaß und viele neue Freundschaften wurden geknüpft.

Lucas und Rico